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Pressemitteilung: Gemeinsamer Appell an die Politik: Holz als wertvollen Rohstoff nutzen statt verheizen

Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI): Gemeinsamer Appell an die Politik: Holz als wertvollen Rohstoff nutzen statt verheizen Naturschutz und holzverarbeitende Branchen fordern gemeinsam: Holz soll stärker für stoffliche Produkte genutzt werden. ...

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Pressemitteilung: Gemeinsamer Appell an die Politik: Holz als wertvollen Rohstoff nutzen statt verheizen

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Gemeinsamer Appell an die Politik: Holz als wertvollen Rohstoff nutzen statt verheizen

Naturschutz und holzverarbeitende Branchen fordern gemeinsam: Holz soll stärker für stoffliche Produkte genutzt werden.


Berlin – Holz ist ein wertvoller und begrenzter Rohstoff. Dennoch wird in Deutschland rund die Hälfte des anfallenden Holzes verbrannt – etwa in Heizkraftwerken oder Heizungen. Zudem wird die Transformation dazu führen, dass die Nachfrage nach dem Brennstoff Holz weiter steigen wird, wenn zahlreiche kleine und große neue Anlagen zur Energieerzeugung aus Holz entstehen. Die möglichen Folgen für den Rohstoff Holz sehen die unterzeichnenden Umwelt- und Wirtschaftsverbände mit Sorge. In einem gemeinsamen Appell fordern der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) sowie der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen (HPE) deshalb klare politische Leitplanken für eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz.

Ziel dieser politischen Leitplanken muss es sein, Nutzungskonflikte zu vermeiden und Holz künftig vorrangig stofflich einzusetzen – etwa im Bau, in Möbeln, in Verpackungen oder in anderen Holzprodukten, statt es direkt zu verbrennen. Nur so kann der Rohstoff Holz möglichst lange Kohlenstoff speichern, also den Klimaschutzeffekt verlängern (idealerweise über mehrere Kreisläufe hinweg) und gleichzeitig Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung in Deutschland sichern.

Dass eine effizientere Nutzung von Biomasse notwendig ist, betont auch das gestern beschlossene Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Darauf aufbauend müssen jetzt zeitnah konkrete, wirkungsvolle Maßnahmen erarbeitet und anschließend konsequent umgesetzt werden, so die Unterzeichnenden des Appells.

„Nur wenn mehr Holz für langlebige Produkte genutzt und weniger Holz verbrannt wird, kann Deutschland seine Klimaziele erreichen“, heißt es im gemeinsamen Appell. „Diese Erkenntnis muss beim Ausbau von Holzenergie und Holzwärme berücksichtigt werden, damit die begrenzte Rohstoffbasis nicht überfordert und andere wichtige Nutzungen verdrängt werden.“

Der NABU betont, dass nachhaltig bewirtschaftete Wälder in der Klima- und Transformationspolitik eine zentrale Rolle spielen. Umso wichtiger sei es, mit dem Rohstoff Holz verantwortungsvoll umzugehen. Eine kluge Nutzung von Biomasse helfe dem Klima doppelt: Sie entlaste unsere Wälder und sorge gleichzeitig dafür, dass Kohlenstoff länger gebunden bleibt.

Der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) stellt heraus, dass Holz zu schade ist, um es zu verbrennen. Die stoffliche Nutzung von Frisch- und Altholz in Kaskaden im Sinne der Kreislaufwirtschaft biete volkswirtschaftlich aufgrund der damit verbundenen Wertschöpfung und klimapolitisch durch die langfristige Kohlenstoffbindung den größten Nutzen. Dieses Prinzip wünscht sich der VHI politisch und gesellschaftlich als Leitbild für die Holzverwendung. Die hocheffiziente energetische Nutzung sollte in der Regel die letzte Option sein.

Die Holzpackmittelbranche teilt diese Ansicht. Der HPE betont, dass die gesamte Logistikkette in Deutschland und weltweit auf Paletten und Kisten aus Holz basiert. In der Corona-Zeit wurde sichtbar, worauf Toilettenpapier oder Impfstoffe transportiert werden. Beim Glasfaserausbau sind Kabeltrommeln aus Holz unverzichtbar. Maschinen werden sicher in Holzverpackungen transportiert. Für Bevölkerung und Wirtschaft ist eine verlässliche Holzversorgung unerlässlich. Holzpackmittel sind dabei mehr als Transportmittel: Sie sind mobile Kohlenstoffspeicher, die in der Kaskade zu Holzwerkstoffen weiterverarbeitet werden. So zeigt sich, wie sich Logistik und ökologische Vorteile verbinden lassen.

Die Verbände fordern daher klare politische Leitplanken auf nationaler und europäischer Ebene, die Entscheidung von Nutzungskonkurrenzen darf nicht vom Transformationsdruck etwa des Gebäudesektors oder der kommunalen Wärmenetze entschieden werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass Holz künftig effizienter genutzt wird, die Klimaziele erreichbar bleiben und die wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffs in Deutschland langfristig gesichert wird.

Zum Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie e.V. (VHI):

Der VHI vertritt als Branchenverband national und europäisch die fachlichen, wirtschaftlichen und technischen Interessen der Hersteller von Span-, Faser- und OSB-Platten, Naturfaser-Verbundwerkstoffen (WPC) sowie von Sperrholz und Innentüren aus Holz und Holzwerkstoffen. Zum VHI gehören darüber hinaus die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe, die Gütegemeinschaft Innentüren und der Förderverein Holzwerkstoff- und Holzleimforschung.

Die Holzwerkstoffindustrie steht mit ihrer Produktvielfalt für einen verantwortungsvollen, effizienten und nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz. Die Mitgliedsunternehmen verarbeiten einen nachwachsenden Rohstoff: Hauptressource sind Sägenebenprodukte (Sägespäne) und Altholz, so wird der wertvolle Rohstoff Holz materialeffizient genutzt und durch Recycling der Kohlenstoffspeicher verlängert. Als Marktführer in Europa erwirtschaftete die deutsche Holzwerkstoffindustrie im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro.

Vereinsregister: Amtsgericht Charlottenburg VR36496B


Quelle: info@presseportal.de (presseportal.de)