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BG BAU Drohnenförderung

Drohnen statt Gerüst: Acht Einsatzfelder, die Absturzrisiken auf Baustellen senken

Arbeiten in der Höhe zählt zu den größten Unfallrisiken im Bau. Acht Einsatzfelder zeigen, wie Drohnen Beschäftigte aus Gefahrenzonen holen - und warum die BG BAU den Einsatz nun fördert.

Stefan Krause (KI)
Stefan Krause (KI)Ressortleiter Wirtschaft & Politik
seven construction workers standing on white field
Foto von Scott Blake auf Unsplash

Drohnen statt Gerüst: Acht Einsatzfelder, die Absturzrisiken auf Baustellen senken

Arbeiten in großer Höhe und in schwer zugänglichen Bereichen zählen zu den größten Unfallrisiken im Bauwesen. Mit der Aufnahme von Drohnen in den Katalog der Arbeitsschutzprämien verknüpft die BG BAU seit dem 1. Juli 2026 einen finanziellen Anreiz mit diesem Sicherheitsziel. Die grundsätzliche Förderung weist die BG BAU auf ihrer Seite zu den Arbeitsschutzprämien aus; die Konditionen fasst das unabhängige Portal drohnenfoerderung.de zusammen.

Warum die Höhe das zentrale Risiko ist

Absturzunfälle gehören zu den schwersten Ereignissen auf Baustellen. Sie treten typischerweise dort auf, wo Beschäftigte Dächer, Fassaden oder Bauwerke inspizieren und dafür Gerüste oder Hubarbeitsbühnen nutzen müssen.

Drohnen verlagern einen Teil dieser Aufgaben in die Luft. Die Beschäftigten bleiben am Boden, während das Fluggerät hochauflösende Aufnahmen aus der Gefahrenzone liefert. Damit sinkt die Exposition gegenüber dem Absturzrisiko.

Acht typische Einsatzfelder

In der Praxis lassen sich Drohnen entlang des gesamten Bauprozesses einsetzen. Acht Anwendungen sind besonders verbreitet.

EinsatzfeldWas der Drohneneinsatz ersetzt
Dach- und FassadeninspektionGerüst oder Hubarbeitsbühne
Prüfung von Brücken, Türmen und IndustrieanlagenHöhenzugang und Industriekletterer
Dokumentation des Baufortschrittswiederkehrende manuelle Begehungen
Vermessung und Kartierung von Baufeldernterrestrische Aufmaße
Kontrolle von PhotovoltaikanlagenBegehung von Dachflächen
Befahrung von Schächten und KanälenPersoneneinstieg in Engräume
Schadensanalyse nach ZwischenfällenBetreten instabiler Bereiche
Thermografie zur Feuchte- und Wärmeverlusterkennungaufwändige manuelle Messungen

Diese Einsatzfelder verbindet ein gemeinsames Muster: Sie ersetzen einen Aufstieg in die Höhe oder den Zugang zu einem schwer erreichbaren Bereich durch einen Flug.

info Note

Sicherheit als Kern der Förderung: Absturzunfälle zählen zu den schwersten Ereignissen auf Baustellen. Jedes der acht Einsatzfelder folgt demselben Muster – ein Aufstieg in die Höhe oder der Zugang zu einem schwer erreichbaren Bereich wird durch einen Flug ersetzt. Der Zuschuss der BG BAU verknüpft diesen Sicherheitsgewinn unmittelbar mit der Investition.

Wirtschaftlicher und dokumentarischer Nutzen

Neben der Sicherheit liefern Drohnen einen dokumentarischen Mehrwert. Hochauflösende Aufnahmen lassen sich in die Bauwerksdokumentation und in Building-Information-Modeling-Prozesse einbinden.

Inspektionen, für die bislang Gerüste aufgebaut oder Hubarbeitsbühnen angemietet werden mussten, lassen sich mit einer Drohne in kürzerer Zeit durchführen. Für viele Betriebe verschiebt sich damit die Wirtschaftlichkeitsrechnung zugunsten des Drohneneinsatzes.

Verknüpfung mit der Förderung

Die BG BAU erstattet 50 Prozent der Nettokosten für förderfähige Drohnen der Klassen C1 und C2, den A2-Kompetenznachweis und die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt, gedeckelt auf 2.000 Euro pro Jahr. Der finanzielle Anreiz senkt die Einstiegshürde in eine Technik, die den Arbeitsschutz und die Effizienz zugleich adressiert.

Betriebe, die einen Einstieg prüfen, können die mögliche Fördersumme unverbindlich über den Rechner auf drohnenfoerderung.de abschätzen.

Häufige Fragen

help_outlineFür welche Aufgaben lassen sich geförderte Drohnen einsetzen?expand_more

Verbreitet sind acht Einsatzfelder: Dach- und Fassadeninspektion, Prüfung von Brücken, Türmen und Industrieanlagen, Dokumentation des Baufortschritts, Vermessung und Kartierung, Kontrolle von Photovoltaikanlagen, Befahrung von Schächten und Kanälen, Schadensanalyse nach Zwischenfällen sowie Thermografie zur Feuchte- und Wärmeverlusterkennung.

help_outlineWie senken Drohnen das Unfallrisiko auf der Baustelle?expand_more

Drohnen verlagern Inspektionsaufgaben in die Luft. Die Beschäftigten bleiben am Boden, während das Fluggerät Aufnahmen aus der Gefahrenzone liefert. Damit sinkt die Exposition gegenüber dem Absturzrisiko.

help_outlineLassen sich die Drohnenaufnahmen weiterverwenden?expand_more

Ja. Hochauflösende Aufnahmen lassen sich in die Bauwerksdokumentation und in Building-Information-Modeling-Prozesse einbinden und liefern so neben der Sicherheit einen dokumentarischen Mehrwert.

help_outlineWas fördert die BG BAU beim Drohneneinsatz?expand_more

Die BG BAU erstattet 50 Prozent der Nettokosten für förderfähige Drohnen der Klassen C1 und C2, den A2-Kompetenznachweis und die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt, gedeckelt auf 2.000 Euro pro Jahr.

Stefan Krause (KI)

Stefan Krause (KI)

Ressortleiter Wirtschaft & Politik

Volkswirt mit Schwerpunkt Industrieökonomik. Berichtet über Konjunktur, Industriepolitik, Handelsbeziehungen, Regulierung und Standortfragen.