Der Zeitraum zwischen Zulassung und erstem Verkauf eines neuen Medikaments ist betriebswirtschaftlich heiß. Jeder Tag Verzögerung kostet Umsatz, verlängert die Amortisation der Entwicklungskosten und verzögert den Patientenzugang. Genau an dieser Stelle setzt Faller Packaging mit einer Erweiterung seines Pre-Packaging Service an - und adressiert damit ein strukturelles Problem, das die Branche seit Jahren begleitet.
Das Grundproblem: Verpackung als Flaschenhals beim Launch
Pharmahersteller stehen beim Markteintritt eines neuen Produkts vor einem klassischen Dilemma. Der Zeitraum zwischen Zulassung und Launch soll möglichst kurz sein - gleichzeitig führt der ungewisse Markterfolg zu erheblichen Problemen bei Investitionsentscheidungen für Verpackungskapazitäten. Wer zu früh zu viel investiert, trägt ein hohes Risiko. Wer zu spät skaliert, verliert Marktanteile.
Schon in der frühen Phase eines Produkts müssen Verpackungen alle regulatorischen Anforderungen erfüllen. Zum Markteintritt zählt dann jeder Tag, denn eine schnelle Verfügbarkeit entscheidet darüber, wie rasch Patienten profitieren und wie schnell sich Entwicklungskosten amortisieren. Gleichzeitig sind Bedarfe in dieser Phase oft schwer planbar.
Das ist kein Randproblem. Der vfa stellte in seinem Marktzugangsmonitoring fest, dass der Wert "Time-to-Market" im Zeitraum Juli 2022 bis Juni 2023 bereits bei 54 Tagen lag - ein Anstieg um 20 Prozent. Der vfa stellt in seiner Publikation "Spotlight Pharma Market: Marktzugangsmonitoring" fest, dass der Wert "Time-to-Market" im Zeitraum Juli 2022 bis Juni 2023 bereits bei 54 Tagen liegt - immerhin eine Erhöhung um 20 Prozent. Verpackungsengpässe sind dabei einer von mehreren Faktoren, die den Takt vorgeben.

Was Faller Packaging jetzt neu anbietet
Mit dem Pre-Packaging Service unterstützt Faller Packaging Pharmahersteller entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Jetzt hat der Verpackungsspezialist das Angebot gezielt erweitert: Zu den vorkonfektionierten Lösungen gehört nun auch ein breites Spektrum an Dienstleistungen rund um die Sekundärverpackung.
Neu im Portfolio ist ein breites Spektrum an Dienstleistungen rund um die Sekundärverpackung. Dazu gehört unter anderem das Kombinieren unterschiedlicher Verpackungskomponenten, etwa das Bestücken von Faltschachteln mit Packungsbeilagen oder Haftetiketten. Auch das Bündeln mehrerer Packungsbeilagen, das Aufrichten von Faltschachteln sowie Sonderklebungen für kleine und mittlere Auflagen übernimmt Faller Packaging. Darüber hinaus bietet das Pre-Packaging-Team weitere Prozessschritte an, darunter Wiegen und Codieren, Etikettieren, Banderolieren und Bündeln, manuelle Montagearbeiten, Displayaufbauten, logistische Services sowie die Serialisierung.
Das Ziel dahinter ist klar formuliert. "Mit dem erweiterten Pre-Packaging Service liefern wir nicht nur das vorkonfektionierte Produkt, sondern übernehmen auf Wunsch auch zentrale Schritte der Sekundärverpackung", erklärt Michael Nemeth, Director Pre-Packaging bei Faller Packaging. "So können Pharmahersteller Engpässe überbrücken und legen am Ende nur noch ihr Medikament in die Verpackung ein."
Der Pre-Packaging Service deckt den gesamten Produktlebenszyklus ab: von der klinischen Phase 3 über den Launch bis zur Serienproduktion — ohne dass Design oder Prozesse angepasst werden müssen.
Von der klinischen Phase bis zur Serienproduktion
Faller Packaging begleitet Pharmahersteller von der Clinical Trial Phase 3 bis hin zur Serienproduktion mit dem Pre-Packaging Service. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem reinen Lohnkonfektionierer: Die Verpackungslösung wird von Beginn an so entwickelt, dass sie über alle Produktionsstufen hinweg funktioniert.
Faller Packaging entwickelt hierfür maschinengängige, maßgeschneiderte Kartonverpackungen für Parenteralia sowie verschiedene Darreichungsformen wie Vials, Spritzen, Pens, Medical Devices oder Kombiprodukte. Die Lösungen lassen sich für kleine wie große Stückzahlen einsetzen, ohne dass Design oder Prozesse angepasst werden müssen. Je nach Bedarf erfolgt die Fertigung manuell, teil- oder vollautomatisiert. Steigende Volumina können entsprechend skaliert werden.
Das reduziert ein konkretes betriebliches Risiko: Produktionskapazitäten können flexibel aufgebaut werden, ohne frühzeitig in neue Maschinen oder zusätzliche Linien investieren zu müssen.
Back-up-Funktion: Wenn die eigene Linie ausfällt
Der erweiterte Service adressiert nicht nur Neuprodukte. Das erweiterte Serviceangebot versteht sich als flexible Ergänzung in der Wertschöpfungskette der Kunden. Faller Packaging positioniert sich damit als Back-up bei Kapazitätsengpässen - etwa bei Maschinenausfällen oder fehlenden personellen und technischen Ressourcen.
Typische Einsatzszenarien sind neue Produkt-Launches, klinische Studien, Phasen mit hoher Auslastung oder Projekte zur nachhaltigeren Gestaltung der Lieferkette durch gebündelte Verpackungs- und Logistikprozesse.
Andererseits tragen Hersteller, die schon vor dem Launch eine hohe Produktionskapazität aufbauen, ein großes Investitionsrisiko. Auch bei bereits etablierten Produkten können Verpackungsengpässe entstehen - etwa durch unerwarteten Markterfolg oder regionale beziehungsweise saisonale Schwankungen. Für beide Szenarien bietet der Pre-Packaging Service eine skalierbare Antwort.
Seamless Packaging: Die Verlängerung in Richtung Automatisierung
Gemeinsam mit Schubert-Pharma bietet Faller Packaging den Seamless Packaging Service an, der mit dem Pre-Packaging Service Hand in Hand geht. Dabei projektieren und realisieren die Partner Verpackungsprozesse von manuell bis vollautomatisiert - abgestimmt auf die Erfordernisse des Kunden und skalierbar auf die benötigte Stückzahl.
Schubert-Pharma ergänzt das Angebot von Faller Packaging seit zwei Jahren. Seit zwei Jahren ergänzt Maschinenhersteller Schubert-Pharma das Angebot von Faller Packaging. Die Partnerschaft schließt die Lücke zwischen dem manuellen Konfektionieren kleiner Auflagen und dem vollautomatisierten Serienbetrieb - ohne Medienbruch in der Verpackungslogik.
Regulatorischer Druck als Treiber
Der Zeitdruck beim Markteintritt wird durch das regulatorische Umfeld weiter verschärft. Seit dem 11. Februar 2025 ist die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft, die ab dem dritten Quartal 2026 verbindlich gilt. Seit dem 11. Februar 2025 ist die neue Verpackungsverordnung (PPWR) auf EU-Ebene in Kraft. Die PPWR ist Bestandteil des European Green Deals sowie des neuen EU-Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft. Sie ist nach Auslaufen aller Übergangsfristen sofort in allen EU-Mitgliedsstaaten gültig und bedarf nicht mehr der vorhergehenden Umsetzung in lokale Gesetze.
Dies führt dazu, dass für die Umsetzung neuer, nachhaltiger Verpackungslösungen häufig zusätzliche Validierungs- und Zulassungsverfahren notwendig sind. Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen aus der Pharma- und Verpackungsindustrie von entscheidender Bedeutung, rechtzeitig zu handeln und die internen Prozesse frühzeitig auf die neuen gesetzlichen Vorgaben auszurichten. Ein abwartendes Verhalten kann zu erheblichen Risiken führen, wie Produktionsunterbrechungen, Verzögerungen in der Marktzulassung, bis hin zu Imageschäden.
Faller Packaging bietet als Reaktion auf die PPWR gemeinsam mit Harvest Packaging eine faserbasierte Alternative zu Kunststofftrays für die Pharma- und MedTech-Industrie an. Mit Blick auf die steigenden Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR bietet Faller Packaging gemeinsam mit Harvest Packaging eine zukunftssichere Alternative zu Kunststofftrays für die Pharma- und MedTech-Industrie.
Einordnung: Outsourcing als Strukturentscheidung
Was Faller Packaging hier anbietet, ist mehr als ein Dienstleistungspaket. Es ist eine Antwort auf eine strukturelle Frage, die viele mittelgroße Pharmahersteller beschäftigt: Wie viel Verpackungskompetenz muss intern vorgehalten werden, und was lässt sich besser auslagern?
Vorkonfektionierte Verpackungskomponenten reduzieren Sonderoperationen, manuelle Eingriffe und häufige Rüstvorgänge. Produktionslinien laufen gleichmäßiger und lassen sich besser planen. Kleine Auflagen und Sonderkonfigurationen binden keine Linienkapazität mehr. Produktionsressourcen werden gezielt für Langläufe eingesetzt.
Das ist eine betriebswirtschaftlich messbare Entlastung - nicht nur ein Komfortgewinn. Faller Packaging ist seit über 140 Jahren auf Sekundärverpackungen für Pharma und Healthcare spezialisiert und beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Polen, Dänemark und Ungarn. Faller Packaging ist seit über 140 Jahren auf Sekundärverpackungen für Pharma und Healthcare spezialisiert, hat seinen Hauptsitz in Waldkirch und betreibt Standorte in Deutschland, Polen, Dänemark und Ungarn. Rund 1.500 Mitarbeiter tragen zum internationalen Erfolg bei.
Die Erweiterung des Pre-Packaging Service ist damit kein Produktneuheit im engeren Sinne - sie ist die konsequente Weiterentwicklung eines Systemlieferanten, der seinen Kunden zunehmend mehr Wertschöpfungstiefe abnimmt. Für Pharmahersteller, die unter Zeitdruck stehen und gleichzeitig Investitionsrisiken minimieren wollen, ist das ein Angebot, das sich rechnen kann.





